Knockingstone Snowball

geboren am 08.Dezember 1987
gestorben im Januar 2002


Snowy war eine pfiffige West Highland With Terrier Hündin die von England in die Schweiz importiert wurde. Sie war die Stammhündin der Zucht "zum Münch" von Walter Liniger aus Münchenstein/CH.

Als Vera starb, war meine Kollegin eine zeitlang ohne Hund, aber was für ein Leben? Da sie schon älter war, war für sie klar, dass sie keinen Deutschen Schäferhund mehr wollte. Ihr Bruder, Walter Liniger hatte dann die Idee, dass sie doch Snowy zu sich nehmen könnte, denn Snowy hatte schon etlichen Welpen das Leben geschenkt und sollte in den verdienten Ruhestand Aus der Familie wollte sie der Züchter aber nicht geben, denn sie war sein ganzer Stolz. So gehörte sie ja immer noch dazu bekam aber, dadurch dass sie an einen Einzelplatz kam, viel mehr Streicheleinheiten und wurde so richtig verwöhnt. Für Snowy war es keine wahnsinnige Umstellung da sie meine Kollegin von den Besuchen her bereits kannte.

Bei einem Besuch bei meiner Kollegin habe ich dann Snowy kennen gelernt.

Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich mit kleinen Hunden nicht allzu viel anfangen. Sie waren mir einfach zu klein und ich hatte das Gefühl, dass das keine "rechten" Hunde seien.
Snowy hat mich eines besseren belehrt. Sie zeigte mir auf ihre charmante Art, dass sie ein kleiner Hund mit einem riesigen Herz war. Ich habe sie öfters für Spaziergänge geholt und sie so immer besser kennen gelernt. Wenn meine Kollegin in die Ferien ging, kam Snowy zu mir. Wir haben viel zusammen unternommen.

Nach einem Besuch bei meiner Kollegin, als ich nach Hause gehen wollte, begleitete Snowy uns mit zu meinem Auto. Ich hatte die Türe bereits geöffnet und verabschiedete mich noch. Doch wo war jetzt Snowy plötzlich? Da ich getönte Scheiben hatte, sahen wir die kleine auf dem Rücksitz zuerst nicht. Ich schaute etwas genauer ins Auto und entdeckte sie. Ich machte die Türe auf und wollte Snowy herausnehmen, aber sie wechselte sofort die Seite. Ich ging um das Auto herum zur anderen Seite, wollte sie da herausnehmen und schwups, Snowy hatte schon wieder die Seite gewechselt. Ihr Gesichtsausdruck sagte ganz klar, dass sie um keinen Preis aus dem Auto aussteigen wollte. Wir grinsten, und liessen sie gewähren. Sie kam zu mir ein paar Tage in die Ferien.

Ich muss sagen, sie ist bis heute der einzige Hund geblieben, der sich selber bei mir für Ferien eingeladen hat.


Snowy hat auch meinen Hunden viel Gutes getan. Als geübte Mutter hat sie Chiara als Welpe weiter erzogen, wenn sie bei uns war. Für mich ein Glück, denn so lernte Chiara auf spielerische weise, dass man mit kleinen Hunden äusserst vorsichtig umgehen muss. Das hat den Vorteil, dass ich um einen kleinen Hund keinerlei Angst haben muss, wenn er mit der
40-kg-Chiara spielen möchte. Sie würde nie auf einen Hund treten.

Als Snowy älter wurde und nicht mehr so lange spazieren wollte, war das nicht weiter schlimm. Ich habe sie trotzdem auf Wanderungen, Militarys mitgenommen. Wenn sie müde wurde habe ich sie kurzerhand, wie Chiara als Welpe, in den Snugli gesteckt und bin so weitermarschiert. Ich glaube sie hat es genossen.

An ihr habe ich auch zwei, drei mal meine Trimmkünste ausprobiert. Ich muss sagen, einen Westi rassetypisch zu trimmen ist gar nicht so einfach. Vor allem beim Kopf kann man viel falsch machen, aber es ist erlernbar. Sie hat immer gut ausgesehen, vielleicht nicht gerade ausstellungsmässig, aber man hat immer gesehen das es ein West Highland With Terrier ist. :-)))


Da sie aber nicht so viel vom trimmen hielt wurde sie später nur noch geschert. Da sie ja nicht auf Ausstellungen "musste", spielte das auch keine Rolle.

Mit ihrer Art hat sie mir gezeigt, dass auch kleine Hunde ganz gross sein könnnen, was ich vorher gar nicht so schätzte. Sicher, man kann mit einem kleinen Hund zum Beispiel keine Ausdauerprüfung machen, wie ich das mit meinen Grossen mache, aber ich konnte sie in einem Körbchen auf dem Gepäckträger mitnehmen, was sie genoss. Ich musste sie nur so anbinden, dass sie auf keinen Fall aus dem Korb springen konnte. Nicht dass sie das getan hätte, einfach zur Sicherheit. Im Auto hat sie fast keinen Platz gebraucht und zu Hause hatte sie in den kleinsten Winkeln und Ecken platz. Wenn sie vor Chiara und Jacky ihre Ruhe wollte, schlief sie in einem Hundekörbchen unter einem Leiterwagen. Ausser den Katzen und Ihr kommt dort keiner hin. ;-) Sie wusste sich zu helfen.

Im Januar 2002 musste sie leider schweren Herzens eingeschläfert werden, das sie einen Lungentumor im Endstadium hatte. Da meine Kollegin sie nicht leiden lassen wollte hat sie Snowy erlöst. Sie hatte bis am Schluss ein wunderbares Leben, auch wenn sie ein paar Alterswehwechen hatte, aber nichts schlimmes. Das Leben war für Snowy bis am Schluss lebenswert.

Sicher, zu Snowy hatte ich kein so intensives Verhältnis mehr, wie zu Vera. Denn ich hatte jetzt meine eigenen Hunde. Aber ich habe sie immer geliebt und geschätzt und es hat weh getan, als ich hörte, dass sie nicht mehr lebte.

In unseren Herzen hat sie immer ihren Platz und mein grösster Wunsch geht hoffentlich noch in Erfüllung denn ich hätte gern von ihren Nachkommen einmal ein Baby.








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