Cheyenne

geboren am 01.September 2001
gestorben am 13. März 2015


Mit diesem Foto haben wir Cheyenne im Internet entdeckt

Cheyenne haben wir auf der Homepage von der Staffordshire-Hilfe gesehen.
Eigentlich heisst sie "Peppels", wir haben sie aber umgetauft. Spätere Recherchen von mir haben ergeben, dass sie bei einer Züchterin in Polen geboren wurde, in Polen platziert wurde, gestohlen wurde und dann auf dubiosen Wegen nach Deutschland kam.
Wieso so ein lieber kleiner Hund im Welpenalter ausgesetzt wird, begreift vermutlich kein Hundefreund, aber es ist so. Sie wurde Ende Dezember 01 aufgegriffen, kam ins Tierheim und wurde erst einmal aufgepäppelt. Als wir ihre Fotos und ihr Video gesehen hatten, waren wir uns sicher, dass sie zu unserem Rudel gehört. Ich habe dann ein Mail an Christine Prochnow gesendet und damit kam der Stein ins Rollen.



Cheyenne in Berlin in ihrem Zwinger

Nach kurzer Zeit erhielten wir einen Telefonanruf aus Berlin. Uns wurden diverse Fragen gestellt, denn Christine gibt ihre Hunde nur an ausgewiesen gute Plätze ab. Der erste Eindruck von uns war wohl gut denn es wurde eine Vorplatzkontrolle abgemacht. Diese hat sich dann erübrigt, denn die Frau die unseren Platz kontrollieren sollte kannte uns und unsere Hunde bereits.
Eine Woche später fuhren wir mit dem Auto und unseren drei Hunden erwartungsvoll nach dem 900 km entfernten Berlin um Cheyenne zum ersten mal live zu sehen. Bei uns Zweibeinern war es Liebe auf den ersten Blick, bei unseren Hunden brauchte es noch ein paar Blicke mehr.
Wir durften Cheyenne mitnehmen und fuhren als stolze Besitzer von einem weiteren Hund wieder Richtung Schweiz.
Cheyenne ist ein Goldstück und wir haben noch keine Minute bereut, dass wir diesem Baby einen Platz im Rudel angeboten haben.

Cheyenne im neuen Heim

Nun waren wir mit unserem Baby zu Hause angekommen. Wir sind zur Haustüre herein gekommen und wurden gleich von den Katzen begrüsst. Cheyenne hat kurz die Nase in das Fell vom Perser gesteckt und diesen für gut befunden. Moritz unser Hauspanther war vorher wieder weg. Er hat Cheyenne, zwei oder drei mal eine geklebt, dabei aber die Krallen nicht ausgefahren. Jetzt ist auch unter diesen beiden alles geklärt. Cheyenne findet die beiden Katzen ganz toll und es ist für sie wunderbar, wenn sie ihnen die Ohren putzen darf :-)
Von der ersten Woche an sind wir mit ihr in die Hundeschule gegangen. Sie hat am Hundesport Spass und lernt schnell. Ich denke wir werden noch viel zusammen unternehmen.
Zu Hause hat sich Cheyenne als einen angenehmen, ruhigen Welpen entpuppt. Wenn wir genügend spazieren und spielen waren, liebt sie es, irgendwo mit Chiara auf einem Sofa liegen zu können und zu schlafen.


Cheyenne an ihrem 2. Tag bei uns zu Hause

Cheyenne's Ohren

Noch etwas zu den Ohren von Cheyenne.
Es geht hier überhaupt nicht um die Frage schön oder nicht schön. Tatsache ist, dass die Ohren von Cheyenne, als sie wenige Wochen alt war, coupiert wurden.
Wir, wie auch das Tierheim in Deutschland können nichts dafür und Ohren ansetzen geht leider nicht.
Coupieren ist in Deutschland, Schweiz und vielen anderen Ländern gesetzlich verboten und wird strafrechtlich verfolgt.
Das Ohr ist ein Körperteil vom Hund, an dem er extrem schmerzempfindlich ist. Wenn Ihr Euch selber in den Finger geschnitten habt, dann ist der Schnitt, die eine Sache, aber man merkt das ganze auch 1 - 2 Tage, vielleicht sogar Wochen, später noch. Wie muss sich der Hund wohl fühlen, denn er weiss ja nicht wieso es ihm weh tut? Cheyenne merkt heute nichts mehr davon und man hat auch nicht unbedingt das Gefühl, dass es sie stört, ausser es regnet, dann versucht sie krampfhaft die Ohren anzulegen, damit es nicht hineinregnet.
Leider klappt das mit ihren Ohren nicht, da sie zu klein sind. Ich denke ein natürliches Stehohr ist das beste, was einem Hund passieren kann, aber ein coupiertes Ohr hat nie die selbe Funktion
Cheyenne hatte insofern Glück, dass man im Februar 2002 coupierte Hunde noch in die Schweiz importieren durfte. In der Zwischenzeit geht das nicht mehr, auch wenn es ein Tierschutzfall ist, der ein neues Plätzchen bräuchte. Die Schweizer sind da sehr strickte und man wird für so einen Hund leider keine Bewilligung mehr bekommen.

Cheyenne erwachsen


Cheyenne bei uns im Garten im Frühling 2006

Cheyenne hat sich zu einer tollen Hündin entwickelt, sie ist unser Powerpacket. Ich habe mit ihr lange Hundesport betrieben und zuletzt auf Agility umgestellt, was ihr enormen Spass bereitete. Leider achtet sie nicht sehr auf sich und springt über jedes Hinderniss ohne Rücksicht auf Verluste. Das hat ihr schon ein paar Termine beim Chiropraktiker eingebracht. Da ich der Meinung bin das Sport nicht Mord sein sollte, habe ich damit aufgehört, denn es kann nicht angehen, dass ich ein Dauerabo beim Tierarzt habe nur wegen ein bisschen Agility.

    
Cheyenne im Frühling 2007 mit 5,5 Jahren

Oma Cheyenne

2014 musste Cheyenne mit fast 13 Jahren noch zum Hundehalterbrevet antreten, da wir in unserem Kanton ein neues Hundegesetzt haben und Cheyenne nun zu den potenziell gefährlichen Hunden gehörte. Mit dieser Prüfung konnten wir beweisen das dem nicht so ist und wir bekamen wieder eine definitive Haltebewilligung für unsere Oma.
Erschwerend an der Prüfung war, dass Cheyenne seit knapp 2 Monaten komplett blind ist. Aber das störte sie nicht sonderlich. Sie vertraut mir ihm wahrsten Sinne des Wortes blind und folgt mir an der Leine überall hin.
Es wurde Winter 2014 und Abgesehen von 2 Tumoren die sie hatte, merkte man ihr Alter kaum.
Obwohl sich Cheyenne immer sehr an Barney orientiert hatte, kommt sie erstaunlich gut damit klar, dass er fehlt. Die Tumore mussten wir im Dezember operieren, da der eine drohte zu platzen drohte.
Man war mir mulmig, denn bis jetzt verlief jede OP bei Cheyenne nicht optimal und sie war ja nicht mehr jung.
Aber was soll ich sagen, sie hat noch nie eine OP so gut überstanden. Georg Valär und Nicole Ettinger von Klosters haben super Arbeit geleistet. Nach nicht mal einem Monat waren alle Wunden verheilt und sie spazierte mit uns bereits wieder 1 Stunde mit.

Jetzt hoffen wir, dass Cheyenne noch viele Monate bei uns gegönnt sind. Wir geben von unsere Seite her auf alle Fälle das Möglichste. Sie darf jede Woche 1 Mal zu Canis Praxis in die Massage, geht wenn nötig in die Bioresonanz zu Nicole Ettinge nach Klosters, bekommt ihre Schüssler Salz und andere Kräuter. Wir bemühen uns nach bestem Wissen und Gwissen.


Cheyenne im November 2014 mit etwas mehr als 13 Jahren

Cheyenne's Nachruf

Cheyenne sagt
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume,
ich bin in Euch und geh’ durch Eure Träume.

Cheyenne haben wir Anfangs 2002 im Internet bei der Staffordshire-Hilfe gesehen und uns in sie verliebt. Mit 5,5 Monaten zog das kleine Powerpaket zu uns in die Schweiz.
Wir haben gemeinsam Hundemilitarys bestritten, Ausdauerprüfungen gemacht.
Agility hat ihr extrem gefallen, aber als kleine Wildsau waren die Besuche auf dem Agilityplatz und beim Chiropraktiker gleich oft ????????
Begeistert machte sie jede Wanderung mit und als Barney dazu kam war für sie die Familie komplett.
Wir haben gemeinsam viele schöne Orte entdeckt, waren sogar einmal in am Meer.
Draußen war sie eine wilde Jägerin, zu Hause wurde den eigenen Tieren liebevoll die Ohren geputzt.
Sie war ein grossgeratener Schosshund, was unseren Besuchern immer wieder bewiesen wurde.
Letztes Jahr hat sie blind das Hundehalterbrevet bestanden, denn sie hat uns im wahrsten Sinne des Wortes blind vertraut und genoss auch so die gemeinsamen Spaziergänge in vollen Zügen. Es störte sie nicht, dass die nun an der Leine mitlaufen musste.

Heute Nachmittag war unser letzter gemeinsamer Gang, den sie wie immer vertrauensvoll antrat.
Der Weg zur Regenbogenbrücke.....
Auf der anderen Seite wurde sie bestimmt von ihren Freunden, allen voran Barney, liebevoll in Empfang genommen und tollt jetzt mit diesen wieder über wunderbare Wiesen.

was wir nicht wussten - Barney und Cheyenne haben im Himmel einen Plan geschmiedet, der Anfangs Sommer 2015 in Erfüllung ging :-))






Copyright (c) www.Kampfschmuser.ch - Alle Rechte vorbehalten.